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Interview mit Paul Rambow zum Thema Brandschutztechniker, lernt jetzt unseren Referenten näher kennen.

Moin Paul, schön, dass du dir Zeit nimmst für ein Interview mit uns. Der/die eine oder andere Kollege/in kennt dich vielleicht schon, aber wärst du so lieb, dich für die Kollegen und Kolleginnen, die dich eventuell noch nicht kennen, einmal kurz vorzustellen?

Hallo und vielen Dank, dass ich an dem Interview teilnehmen darf. Mein Name ist Paul Rambow und ich bin 24 Jahre alt. Momentan lebe ich in der schönen Stadt Marburg in Hessen. Vor sieben Jahren habe ich meine Ausbildung zum Schornsteinfeger begonnen. Mittlerweile habe ich schon drei von vier Teilen der Meisterprüfung bestanden, es fehlt nur noch das Ergebnis vom Teil 3. Zusätzlich zu meinem Meistertitel habe ich noch eine Weiterbildung zum Energieberater und Brandschutztechniker absolviert.

Danke, Paul. Wie ist es dazu gekommen, dass du für die Handwerksschule arbeitest?

Als ich damals von Daniel Schneidhuber gefragt wurde, habe ich den Moment verpasst, „Nein“ zu sagen. Er fragte mich, ob ich eventuell Lust und Zeit hätte zu unterrichten. Er überzeugte mich mit der Argumentation, dass unser Handwerk mehr qualifizierte Meister benötige und ich so dem Handwerk helfen könne.

Welche Funktion hast du denn bei der Handwerksschule und worin liegen deine Aufgaben?

In der Handwerksschule bin ich aktuell als Lehrgangsleiter für die Vollzeitkurse in Erfurt tätig. Meine Aufgaben liegen dabei in der Ausarbeitung der Stundenpläne und dem Einplanen von Dozenten für die jeweiligen Themen. Aber auch das Unterrichten der Kurse durch mich selbst gehört dazu.

Machen dir deine Aufgaben Spaß oder gibt es auch Bereiche, die dich nerven?

Meine Aufgaben machen mir unheimlich viel Spaß, gerade der Austausch mit den Kollegen ist Gold wert. Wir haben bei der Handwerksschule so viele unterrichtende Kollegen, die fachlich so ungemein stark sind, dass ich immer wieder etwas dazulernen kann. Aber wie in jedem anderen Beruf gibt es auch als Lehrgangsleiter Bereiche, die nicht so viel Spaß machen. Dazu gehört das eine oder andere Mal die Organisation der einzelnen Dozenten. Es ist nicht immer einfach, aber das Team der Handwerksschule ist einfach geil und es macht Spaß, mit den Kollegen zu arbeiten. Das ist eine Sache, die ich nicht mehr missen möchte.

Kursleiter/Lehrgangsleiter für Meisterkurse – klingt nach einem verantwortungsvollen Aufgabenbereich. Bist du vom Typ her schon immer einer gewesen, der es mag, Verantwortung zu übernehmen?

Definitiv ein Ja. Als Jugendlicher hat es bei der freiwilligen Feuerwehr angefangen und im Schornsteinfegerhandwerk eben beim ZDS auf Bezirksgruppenebene im Bereich Technik/Bildung. Mittlerweile arbeite ich auch für den Regionalverband West im Bereich Technik/Bildung und organisiere und bearbeite Schulungen, schreibe Fachberichte und kümmere mich um die Betreuung der Bezirksgruppentechniker.In der Gesellschaft hat es sich meiner Meinung nach zu stark eingebürgert, dass die Leute nur meckern, aber nicht handeln. Ich möchte mitwirken, etwas zu verändern bzw. zu verbessern. Immer nach dem Motto: #obenmitspielen.

Du bist also Kursleiter für die Präsenzkurse in Erfurt. Siehst du einen Vorteil gegenüber den Online-Kursen?

Von einem eindeutigen Vorteil würde ich nicht sprechen. Ich finde, dass jeder Kurs seine Zielgruppe hat. Jeder Mensch ist da individuell. Ich selbst schätze eher den Präsenzunterricht. Das Feedback ist besser, genau wie die Interaktionen mit den Kollegen. Da sehe ich den Vorteil in der Präsenz. Aber natürlich gibt es auch viele Kollegen, die sich hervorragend selbst organisieren können, da passt das Angebot online natürlich super.

Es gibt neben dir noch mehrere Kursleiter bei der Handwerksschule. Steht ihr in Konkurrenz zueinander, wenn es um die Teilnehmerzahlen oder Bestehensquoten der Meisterprüfung geht? Wenn ja, was bekommt der Gewinner?

Nein, absolut nicht. Es herrscht keine Konkurrenz zwischen uns, wir versuchen alle, ein gutes Gesamtergebnis zu erzielen. Auch da versuchen wir, uns gegenseitig zu verbessern. Wir stehen fast täglich im Austausch miteinander, was Dozenten, Themeninhalte und Erfahrungen beinhaltet. Es ist uns wichtig, dass kein Teilnehmer zu kurz kommt. Wir wollen weiter dafür sorgen, dass wir als Handwerksschule weiter vernünftige Bildung betreiben.

Welche Themenfelder liegen dir besonders am Herzen? Worin gehst du auf?

Tatsächlich etwas eher Ungewöhnliches. Mir liegen die Themen Baurecht und Brandschutz am Herzen. Das sind für mich sehr wichtige Themen für Schornsteinfeger, auch wenn vor allem das Baurecht eher zu den „trockeneren“ Themen zählt.

Natürlich haben wir mitbekommen, dass du seit Kurzem Brandschutztechniker bist. Was kann man sich darunter vorstellen und welche Vorteile hast du von dem Lehrgang?

Der Kurs des Brandschutztechnikers im Handwerk zielt vor allem darauf ab, das Wissen, welches ein Schornsteinfeger im Bereich des baulichen Brandschutzes bereits in den Grundzügen hat, zu festigen und auszubauen. Gerade die Bereiche Industriebau, Sonderbau im Allgemeinen, Arbeitsstätten und die Zusammenarbeit mit Behörden und der Feuerwehr werden hierbei verstärkt berücksichtigt. Ziel ist es, eine Grundlage für Aufbaulehrgänge wie zum Beispiel den „Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz“ zu schaffen und den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, an der Erstellung von Brandschutzkonzepten mitzuwirken, Flucht- und Rettungswegpläne zu erstellen und Brandschutzhelfer auszubilden.

Warum würdest du den Kurs weiterempfehlen?

Der Kurs ist nicht nur gedacht für Schornsteinfeger oder andere Berufsgruppen, die sich fortbilden und in dem Bereich wirklich tätig werden möchten, sondern bietet eben auch die Möglichkeit, sein Grundwissen im Bereich des baulichen Brandschutzes stark zu erweitern. Das hilft einem in der täglichen Arbeit auch sehr weiter. Wir sind Schornsteinfeger und sollen baulichen Brandschutz in Gebäuden, speziell natürlich auf Feuerungsanlagen bezogen, beurteilen können. Der Kurs bietet einfach die Möglichkeit, Basiswissen zu schaffen, welches wir tagtäglich bei der Beurteilung von Gebäuden und Feuerungsanlagen anwenden können.

Welcher Zeitaufwand muss eingeplant werden, um Brandschutztechniker zu werden?

Der gesamte Kurs hat einen Umfang von 240 UE. 15 Tage davon (zwei Wochen von Montag bis Samstag plus drei Tage von Donnerstag bis Samstag) sind in Präsenz zu absolvieren. Der verbleibende Teil der Unterrichtseinheiten wird durch Online-Unterricht, die Bearbeitung von Projektarbeiten und Selbstlernphasen abgedeckt.

Paul, danke für deine Zeit und die ehrlichen Antworten. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft. Mach weiter so.

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